spieglein, spieglein

der goldene spiegel begleitet mich jetzt schon seit 12 jahren – zum 30. geburtstag bekam ich den rahmen von meinen freunden geschenkt. da war aber noch kein spiegel drin, sondern nur eine pappe mit fotos und glückwünschen der schenkenden. ich habe dann einen spiegel einsetzen lassen und seitdem findet das gute stück immer wieder seinen platz.
in der wg hing er zuerst – ob er da wirklich zur wandfarbe oder den möbeln passte, möchte ich mal dahin gestellt sein lassen. 🙂 dann kam er in meine winzig kleine single-wohnung und machte sich gut über oma’s altem sekretär (obwohl in dieser wohung eigentlich nur schrägen zu finden waren). mit dem sekretär verstand er sich so gut, dass er in der gemeinsamen wohnung mit herrn m. wieder dort aufgehängt wurde. tja – und dann zogen wir in unseren bungalow und der arme spiegel stand 3 jahre im keller, weil ich mir so überhaupt nicht vorstellen konnte, wie er in unser neues heim passen sollte. klassisch, gerade räume – grau und weiß als hauptfarben. alles eher modern statt antik. und gold ist ja eigentlich doch so gar nicht meins. oma’s sekretär steht im flur, aber da passte der spiegel nun so garnicht hin. manche sachen brauchen aber eben einfach nur zeit. und am wochenende machte es auf einmal ‚klick‘ und ich war mir ganz sicher, wo ich den spiegel hin haben möchte. und ganz ehrlich – uns gefällt er da ausgesprochen gut. antik, 70er jahre und moderne – irgendwie geht’s doch zusammen. 🙂

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5 thoughts on “spieglein, spieglein

  1. Das hast du doch klasse gelöst, Moderne & Antiquität zu verbinden! Ich finde gerade SO kommt Spannung ins Interieur ( und Individualität, die ich oft bei all den Einrichtungsblogs vermisse ) wie bei dir heute gepostet.
    Hier bei uns im 114 Jahre alten Haus gibt es alles: Biedermeier, Historismus, Ikea und teure moderne Klassiker und Lampen vom Jugendstil über Art Deco, Ingo Maurer oder italienisches Design und viel Neues von Habitat, Und viel Kunst. Zusammengehalten wird das Ganze von unserer Lieblingsfarbe seit 26 Jahren ( „mint“ heißt sie jetzt ).
    Viel spaß beim Einrichten weiterhin!
    Astrid

  2. Der Spiegel passt perfekt. Ich mag solche, von Stilbrüchen erzeugte, Kontraste. Ich habe auch einige alte Stücke, an denen mein Herz hängt, die passen perfekt zum Rest. Das geradlinige nimmt sich zurück und gibt den antiken Möbeln Wirkungsfreiraum.
    Herzliche Grüße, Cora

  3. Ist dir sehr gelungen. Und es gibt Stücke, von denen trennt man sich einfach nicht. So „Lebensbegleiter“. Die finden dann auch immer ihren Platz. Ich habe übrigens auch so einen Spiegel seit gefühlten 20 Jahren und der hat nach Einsätzen im Flur und im Esszimmer nun seinen Platz im Badezimmer gefunden. Es grüßt die Billa noch immer aus der Ferne.

  4. Hier wohnt auch so ein riesiger goldener Stuckrahmenspiegel, der mich schon seit 25 Jahren begleitet. Erst mit religiösem Bild, dann ohne nur als Rahmen, seit vielen Jahren als Spiegel. Irgendwie passt er auch nicht mehr so richtig, aber einfach weggeben?
    Deine aktuelle Lösung ist einfach die perfekte – im Stilbruch mit dem Blechschrank und zusammen mit der modernen goldenen Leuchte passt er super und wirkt kein bisschen altbacken mehr.

    Herzlich, Katja

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