möbel kaufen ist ja so eine sache. früher kaufte man möbel, um sie dann die nächsten 30 jahre in der wohnung zu haben. heute kauft man möbel wie klamotten – immer passend zum trend und dann fliegen sie wieder raus. zumindest entsteht durch die schwedische kette der eindruck. frau s. hat für sich festgestellt, dass das für kleinmöbel, wie beistelltische, schränkchen oder lampen, funktioniert. nicht aber für die essentiellen einrichtungsgegenstände wie küche, bett oder SOFA! das sind dinge, da sollte man den trend mal trend sein lassen und sich überlegen, worin man sich denn auch noch die nächsten 30 jahre wohl fühlt. das wiederum hat zur folge, dass diese möbel meistens in einem preissegment liegen, das man nicht mal eben so kauft. und die anschaffung will wohl überlegt sein. wenn man aber, wie herr m. und die frau s., jetzt ein eigenheim besitzt, möchte man das natürlich auch so einrichten, wie man es haben will. und am besten sofort. und alles auf einmal. nun, dass das nicht funktioniert, ist wohl kein geheimnis, oder? und dass das nicht gut wäre, wenn man es könnte, auch nicht. denn man sollte schon ein bisschen zeit in seinen neuen vier wänden verbringen und die dinge sacken lassen. sich umschauen, ideen sammeln, gedanklich luftschlösser bauen und sehen, ob diese bestand haben könnten.
wir sind diesbezüglich im moment im wohnzimmer angekommen. unser wohnzimmer war bisher ein zweckmäßiger lümmelraum für den fernseher und den kamin. ausgestattet ohne schrank und mit unseren sofas aus studienzeiten (und ganz ehrlich – das studium ist schon ne ganze weile her!). vor zwei jahren hat frau s. die sofas dann optisch wenigstens mal angeglichen und mit neuem stoff bezogen. was für ein akt! letztes jahr hat sich dann aber so langsam ein konzept für das wohnzimmer entwickelt. zuerst wurde mal eine wand eingegraut – und das trendige weiße regal vom schweden ist eingezogen. wir haben uns gedacht, dass gerade das ein möbel ist, das vielleicht nicht bis in alle ewigkeit hier bei uns stehen wird. und das geld wollten wir lieber in sitzgelegenheiten investieren, die etwas mehr aushalten müssen als eine regalwand.
und dann fing der spass an – unzählige male sind wir durch die möbelhäuser gelaufen und haben in sämtlichen sofas gesessen, die zur verfügung standen. das war anstrengend. vorallem für die oberschenkelmuskulatur. denn meistens war das so: reinfallen lassen – und gleich wieder hoch federn, weil das so bequem aussehende teil total unbequem war. hinsetzen – aufstehen – hinsetzen – aufstehen – hinsetzen – aufstehen….
sitzengeblieben sind wir dann dummerweise bei den sofas von natuzzi, z.b. – tolle dinger! leider so ganz und garnicht im budget. hinzu kam noch die schwierigkeit, dass frau s. sich in den kopf gesetzt hat, nur noch ein sofa stellen zu wollen und dazu dann zwei sessel. sessel sind aber so garnicht im trend. die meisten hersteller haben tolle sofas, aber total dämliche sessel. na, ausser natuzzi eben… 😉
tja, lange rede – kurzer sinn. es ist kein natuzzi-sofa geworden. sondern machalke. eigentlich auch nicht viel günstiger. 🙂 aber nach einigen verhandlungen doch machbar – und sooo bequem! YEAH! und jetzt zieht hier ein wunderbares sofa mit zwei sesseln ein – in cognac-braun! aber erst im MÄRZ!!! das ist auch so’n nachteil von hochwertigen möbeln. die werden erst gemacht, wenn man gekauft hat. jetzt heißt es also warten, warten, warten…. egal – es lohnt sich. und wenn die guten stücke dann auch so lange halten wie die studi-sofas, dann hat sich die investition echt gelohnt. bilder gibt’s dazu dann leider eben erst im märz. 🙂

Wunschmodell Lucano – Quelle Machalke

Wunschfarbe – Quelle Machalke

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