obst- und gemüsenetze selber machen

plastik und plastikvermeidung ist ja mal wieder in aller munde.

auf vielen blogs sieht man wieder beiträge dazu. susanne hat bereits ein tolles buch dazu vorgestellt. inka hat einige worte zur lage der nation verfasst und billa hat auch gute tips auf lager.

frau s. hatte letztens ihr ganz eigenes erlebnis mit dem plastikzeugs. nach einem wocheneinkauf habe ich die lebensmittel weggeräumt und hatte im prinzip einen vollen mülleimer mit plastikmüll. diverse obst- und gemüsetüten, plastikumverpackungen von gurke, tomaten und salat, genau wie von käse und wurst. bäm! einmal pro woche also ein sack voll plastikmüll für nix. wie frustrierend.

meine konsequenz: wurst und käse wird nur noch an der frischetheke gekauft. auch wenn die papiere da mit mit kunststoff beschichtet sind, erscheint mir die menge im vergleich zum inhalt und das gesamtvolumen im müll, kleiner. glücklich macht mich das auch noch nicht, aber zumindest schrumpft der visuelle müllberg.

und für obst und gemüse habe ich mir jetzt meine eigenen säckchen genäht. 3 beutel in einer halben stunde arbeit. ja, auch hier kann man einwenden, dass es sich um kunststoff handelt, denn ich habe moskitonetz benutzt. aber da ich das wiederverwenden und waschen kann, würde ich sagen, das passt. ich wollte keine baumwolle nehmen, damit die kassiererin noch sehen kann, was im beutel ist. bei uns wird das an der kasse gewogen.

ja, die beutel sind etwas schwerer als die dünnen kunststoffbeutelchen von der rolle. aber es passt ordentlich was rein und sie haben ihren platzt jetzt in meinen einkaufstaschen und werden ausgiebig benutzt.

obstnetz 1

obstnetz 2

 

allerdings habe ich schon festgestellt, dass 3 stück nicht reichen. das meiste gemüse habe ich schon immer lose im einkaufswagen mitgenommen, aber da ist die kassiererin immer ein bisschen grummelig, weil ihr alles von der waage rollt. jetzt könnte ich ihr mit meinen neuen beuteln bestimmt einen gefallen tun, oder? 🙂

obstnetz 3

obstnetz 4

 

die anleitung hier ist nur ein beispiel und nicht maßstabsgetreu!

  • moskitonetz im bruch zuschneiden (ca. 42×32 cm oder je nach bedarf) – von funfabric
  • kanten versäubern, damit es nicht ausreißt oder ausfranst (zick-zack mit der nähmaschine oder overlock)
  • die kurzen kanten auf 5 cm umschlagen und festnähen. es entsteht ein tunnel von ca. 2,5cm breite
  • dann die ganze länge in der mitte falten und die seitennähte zusammen nähen (aber nur bis zum tunnel!!!)
  • wenden und ein band einziehen. fertig!

definitv auch für nähanfänger geeignet.

 

obstnetz anleitung

happy shopping!

 

verlinkt zum creadienstag

 

13 thoughts on “obst- und gemüsenetze selber machen

  1. Da gibt’s nicht! Gerade gestern war ich im Stoffladen und habe nach einem Stoff für Gemüsebeutel gesucht. Habe aber außer pinkfarbenen Tüll nichts gefunden und jetzt präsentierst du hier die allerfeinsten Netze. Toller Beitrag!
    Es grüßt die Billa

  2. Ich habe das Material für die „Netzbeutel“ oder „Beutenetze“ auch schon hier liegen , jetzt bist du mir mit deinem Post zuvorgekommen, liebe Stefi 😉 Und das nur, weil ich zu meinem grünen Tüll noch kein passendes Band gekauft hatte. Wobei ich mir überlegt habe, dass man eigentlich gar kein Zugband braucht…Bislang verwende ich die Einwegbeutel mehrfach aber das ist ja nur eine Notlösung …
    Ganz herzliche Grüsse, helga

  3. Super Idee und Bericht 🙂 Machen wollte ich das Ganze auch schon ewig, aber irgendwie hab ich es immer wieder vergessen… Danke fürs schubsen. Überlege gerade auch, ob es überhaupt nötig ist, die Beutel zumachen zu können… Die dünnen Dinger aus dem Supermarkt kann man ja auch nicht zumachen. So hätte man wieder etwas weniger Gewicht…

    Liebe Grüße und Danke fürs Zeigen 🙂
    Brigitte

    1. ich verknote die henkel der plastiktüten, damit der inhalt nicht raus fällt. deshalb dachte ich, ein zugband in meinen beuteln wäre gut. jetzt muss ich mir noch was einfallen lassen, um das schild aufzukleben. war letztens in einem markt, wo man selber wiegen musste. der aufkleber haftet leider nicht auf dem netzmaterial. aber da fällt mir auch noch was ein… _)

  4. Liebe Steffi,
    da denke ich immer, ich bin die einzige, die gegen Windmühlen kämpft (sprich: gegen den Plastikmüll) und dann kommst du mit deinem Post, der sooo guttut, weil er mir zeigt, dass ich doch nicht alleine bin!! Vielen Dank dafür. Da wir immer ganz viel Moskitonetze übrig haben (kann man auch in meinem letzten Post nachlesen) , habe ich mir auch vor einiger Zeit Einkaufstäschchen genäht, die allerdings immer gute Zustimmung im Geschäft finden. Ich hab als Zugbändchen die Bändchen aus den alten Schlafanzughosen genommen (grins), also Upcycling pur- die sind ein klein wenig leichter. Aber ehrlich gesagt, ist mir das Gewicht nicht so wichtig: Ich spare viel (Plastik)-Müll dadurch ein, und von daher ist es mir das wert!! Kleiner Tipp, falls die Klebezettel nicht haften wollen: Wickle sie einfach vom einen Ende her um das Band, so dass es wie ein Fähnchen aussieht, man den Barcode aber immer noch ablesen kann…

    Viele liebe Grüße
    Jeanne

  5. Ich hab hier auch schon seit einiger Zeit Tüll liegen – daraus sollen ebenfalls mal Obstbeutel werden. Muss mich nur endlich aufraffen, die auch mal zu nähen 😉

    Liebe Grüße
    Melanie

  6. Sehr tolle Idee!
    Bei uns gibt es die beutel im Bioladen zu kaufen. Allerdings sehr teuer.
    Und so ein Moskitonetz habe ich hier auch noch irgendwo rumliegen.
    Herzlichen Dank für die Idee!
    Suse

    1. aber immerhin gibt es alternativen im bio-laden.
      ich hatte ja gehofft, rewe lässt sich da auch was einfallen, weil sie sich doch so groß damit brüsten, dass es ab jetzt keine plastiktüten mehr bei ihnen zu kaufen gibt. naja… die volle konsequenz hat wohl noch nicht geklappt.

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