hätte man frau s. vor wenigen jahren noch gesagt, dass sie mal furchtbar viel energie in haus und garten stecken würde, hätte sie das im brustton der überzeugung abgelehnt. haus, garten – alles viel zu viel arbeit. eine schöne eigentumswohnung, möglichst mitten in der city, mit einem schönen balkon. ja, das wär’s (gewesen). aber meinungen ändern sich – manchmal sogar ziemlich deutlich. der wunsch nach einem eigenen haus wuchs – am besten eine altbauvilla mitten in der stadt. dann kam der vierbeiner ins haus – also musste die altbauvilla bitte auch noch ein stück garten haben. und irgendwann siegte der realismus. die altbauvilla in der innenstadt ist und bleibt ein luftschloss. nicht nur die monetäre grenze, sondern auch die nicht vorhandene bereitschaft das geforderte geld für so ein projekt auszugeben, erforderte ein umdenken. gott sei dank! denn sonst wären herr m. und frau s. wohl nie dort gelandet, wo sie jetzt sind. in einem vorort, in einem wunderschönen bungalow, baujahr 1977 – mit einem riesen garten! gut, das grundstück hätte jetzt wirklich nicht sooo groß sein müssen. 1848 m² sind ja jetzt nicht gerade ohne. aber der bungalow steht da nun mal drauf. und der bungalow musste es sein. unbedingt. liebe auf den ersten blick, sozusagen. der umbau des bungalow wird allerdings mal eine eigene post-reihe. aktuell steht nämlich der garten auf dem plan. und frau s. hat pläne. große pläne. aber leider null ahnung, wie man einen garten anlegt und was man damit macht. bisher haben wir eine große grünfläche mit einer lustigen mischung von diversen pflanzen, die man offensichtlich früher eben mal so pflanzte. 30 jahre später aber sind die bäume mächtig groß, die tannen sehen aus wie im schwarzwald und nehmen das licht, die lerche schmeißt mehr äste ab als eigentlich nachwachsen können. und frau s. und herr m. sitzen mittendrin und machen dumme gesichter. 🙂 und da kam dem herrn m. letztes jahr die super idee! zum geburtstag bekam ich einen gutschein über einen besuch vom gärtner. war das ein toller tag! der gärtner kam mit seiner frau, die gartenarchitektin ist, und seinem lehrling. herr m. und frau s. bekamen ein ganz privates gartenseminar. man muss nämlich wissen, dass wir überhaupt keine pflanzennamen kennen oder wissen, wie die einzelnen pflanzen aussehen, wie sie gepflegt werden und wo sie stehen sollten. so richtige garten-dummies eben. am ende des tages wussten wir immerhin, was in unserem garten so steht. und wo wir vielleicht mal mit unserem garten hin wollen – wie wir ihn einrichten möchten, sozusagen. und als highlight gab es einen vorschlag vom gärtner-team, was man mit unserer großen fläche machen könnte, die übrigens auch noch leichte hanglage hat. ob wir das in den nächsten jahren so umsetzen oder nicht, wird sich zeigen. aber zumindest haben wir jetzt eine idee, an der wir basteln können. und frau s. kann es jetzt gar nicht erwarten, dass der frühling endlich um die ecke kommt, damit man draußen loslegen kann.
bis dahin muss aber noch ein bisschen gelernt werden, was der aktuelle gartenbestand so her gibt. und herr m. war fleißig und hat einen plan gemacht. 
während wir mit der gärnerin durch den garten gingen, hat herr m. jede pflanze fotografiert und sich den namen aufgeschrieben. hinterher haben wir unser grundstück aufgezeichnet und die standorte der pflanzen mit nummern eingetragen. 
dann hat herr m. datenblätter zu den pflanzen angelegt. auf dem datenblatt ist das foto, der name, die standortnummer und eine kurze beschreibung zur pflanze. auf diese art und weise haben wir jetzt einen schönen ordner und können ganz genau sagen, welches pflänzchen wo steht und wie es heißt. jetzt kennen wir unseren garten. und jetzt können wir ihn verändern. auf geht’s!!!

gartenplan_2013

garten_fläche

garten_plan_aktuell

garten_pflanzenblatt

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