wer ist mimmi mittwoch?

ihr alle! jede/r leser/in ist mimmi mittwoch. und in einem brief an sie, kann man alles packen, was mal ohne schischi und fotobearbeitung gesagt werden will. möchte noch jemand an mimmi schreiben? kein problem – sie freut sich über post. da bin ich mir sicher!

 

mimmi_mittwochliebe mimmi,

eigentlich meint man ja, ab einem gewissen alter kennt man sich selbst ganz gut. immerhin hat man schon etliche jahre mit sich selbst verbracht. weiß, was man mag, wen man mag, wie man reagiert, was einen auf die palme bringt, etc.

aber ab und zu gibt es doch so momente, da bin ich von mir selbst überrascht. das fühlt sich dann ganz komisch an. irgendwie fremd – aber nicht unangenehm. manchmal braucht man ein bisschen, um die überraschung zu verdauen. und über manches wundert man sich auch später noch immer wieder.

mein lieblingsbeispiel dazu sind möbel und einrichtung. wenn ich wohnzeitungen und blogs durchstöber und mir die tollen bilder ansehe, denke ich ganz oft: oh, das will ich auch! z.b. einen großen, alten tisch mit vielen kunterbunten stühlen drum rum. das sieht toll aus, finde ich. nur zu mir scheint es nicht zu passen. ich kann mich nicht dazu bringen, verschiedene stühle zu kaufen. wir haben also einen neuen tisch mit gleichen stühlen drum rum. und das gefällt mir besser. das gibt mir ein inneres gleichgewicht. ich hab das mit den verschiedenen stühlen probiert, aber es hat mich unzufrieden gemacht.

das gleiche gilt für alte holzmöbel. ich wollte immer eine alte, antike holzkommode haben, bin aber bisher immer mit modernen, geraden möbeln nach hause gekommen. vor zig jahren habe ich dann endlich doch mal eine holzkommode mit weißen knäufen gekauft. ich habe dieses ding geliebt, aber musste feststellen, dass sie überall wie ein störfaktor aussieht. jetzt wohnt sie im keller. 😉

aber so ein überraschungsmoment gilt nicht nur für die einrichtung. auch entscheidungen, die man fällt, können einen ganz schön überraschen. ich wollte nie ein haus – jetzt haben wir einen bungalow mit riesigem garten und das macht mich glücklich.

ich wollte auch nie heiraten. und plötzlich überraschte mich das gefühl, dass es genau das ist, was mich glücklich machen würde. darüber staune ich immer noch. und herr m. staunt noch mehr – bekommt er doch jetzt tatsächlich im oktober eine ehefrau. 😉

bei dem thema geht’s mit den überraschungen gleich weiter. heiraten – okay. feiern – unbedingt. ganz locker. ohne brautkleidzeugs und so. vielleicht einfach nur wir zwei auf unserer lieblingsinsel. pustekuchen. alle ideen, die mir diesbezüglich kamen und von denen ich immer dachte „ja, wenn! dann natürlich nur so!“, passen gerade nicht. alleine heiraten ist doof (für uns). wir wollen familien und freunde dabei haben. ja, und wenn man doch schon heiratet, warum dann nicht auch in einem brautkleid. ihr könnt euch nicht vorstellen, wie oft ich mich im moment selbst überrasche. es gibt so viele kleine momente, in denen ich denke „huch – hatteste dir ja eigentlich mal ganz anders gedacht“.

geht euch das auch so? also, dass ihr euch selbst überrascht und erstaunt seid, dass bestimmte vorstellungen nicht (mehr) passen, ihr aber nicht damit gerechnet habt?

erzählt mal – ich bin gespannt!!!!

herzliche grüße

die frau s.

 

 

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