wer ist mimmi mittwoch?

ihr alle! jede/r leser/in ist mimmi mittwoch. und in einem brief an sie, kann man alles packen, was mal ohne schischi und fotobearbeitung gesagt werden will. möchte noch jemand an mimmi schreiben? kein problem – sie freut sich über post. da bin ich mir sicher!

mimmi_mittwoch

liebe mimmi,

sag mal, hast du auch einen schrank voller klamotten, aber eigentlich nix zum anziehen?

jaja, ich weiß. das soll ja so ein typischen frauenproblem sein. aber ganz ehrlich: es war bei mir noch nie so schlimm wie im moment! mein schrank platzt förmlich und trotzdem fällt es mir immer schwerer, mir passende sachen zusammen zu suchen. nicht, weil ich im schrank nix mehr finde, sondern weil ich mich in ganz vielen sachen einfach nicht mehr wohl fühle. entweder ist der schnitt irgendwie unförmig. oder die sachen passen schlichtweg einfach nicht mehr, weil ich doch zu sehr zugelegt habe. oder aber sie sind mittlerweile total verwaschen. oder, und das ist am schlimmsten, ich fühle mich einfach nicht wohl darin.

ich bin nämlich ein sehr stimmungsmäßiger klamottenträger. deshalb kann ich mir meine sachen auch nicht abends raus legen, sondern entscheide immer erst morgens, was ich gerne anziehen möchte. und das ist aktuell gerade sehr schwierig. denn eigentlich wäre mir nach sweat-shirt und schlabberhose, aber ich muss ja in’s büro. also muss ich was finden, was bürotauglich ist, aber trotzdem so bequem wie ein schlabberlook. das ist eine echte herausforderung.

und dann stehe ich vor meinem schrank, schiebe die sachen hin und her, durchsuche die fächer und stelle fest: alles doof. und 3/4 von dem, was da drin ist, will ich eigentlich gar nicht mehr anziehen (oder kann ich eben nicht mehr anziehen). jeden morgen wird der wunsch dann größer, den schrank endlich mal grundständig auszusortieren und die nicht mehr tragbaren sachen zu entsorgen. gute idee, meinst du? ja, find ich auch. kostet aber zeit. und überwindung, denn ich bin ein klamotten-messi. und ich hab ein bisschen schiss, denn das ist ein echtes mega-projekt bei meinem schrankinhalt. 😉

ab und zu hab ich das ja schon gemacht und dabei festgestellt, dass die meisten sachen zwei runden brauche, um dann in der dritten doch endlich aussortiert zu werden. meistens geht das nämlich so: „oh! das ist aber eine schöne bluse! sowas hab ich? toll! die kann aber noch nicht weg. gut, sie ist ein bisschen eng im brustbereich, aber ich wollte ja sowieso abnehmen. und dann passt sie sicherlich wieder. die darf also noch bleiben…“  wenn ich mich dann im dritten anlauf doch von genau dieser bluse trenne, ist das wie eine große niederlage. denn dann muss ich mir eingestehen, dass ich wohl doch nicht abgenommen habe, sondern mich einfach dran gewöhnt habe, blusen jetzt eine nummer größer zu kaufen. hmpf.

und schon steckt man im teufelkreis. fühlt man sich in den alten klamotten nicht mehr wohl, müssen neue her. das ist ein bisschen wie im drogenrausch. das hirn sagt: „kauf dir einen neuen pullover, dann ist alles wieder gut. du fühlst dich wieder wohl und gehst mit neuem selbstbewußtsein in den tag!“ also kauft man sich was – und eine woche später ist der zauber dann aber auch schon wieder verflogen und die ernüchterung folgt. der pullover konnte leider doch die welt nicht retten.

ich bin dazu über gegangen, mir lieber tücher statt pullover zu kaufen. tücher sind zumindest günstiger und können etwas vielseitiger eingesetzt werden. mit einem tuch kann man jedes outfit schnell und einfach verändern. mit schuhen ist das so ähnlich. schuhe kaufe ich auch gerne. aber die reißen meistens größere löcher in den geldbeutel – also dann doch lieber eine neues tuch. 😉

am ende kann ich es aber drehen und wenden wie ich will: der schrank ist zu klein… zu voll und bedarf dringend einer überarbeitung! mal sehen, wann ich mich mit dem projekt auseinander setze.

und wie ist das bei dir so? sortierst du regelmäßig aus? wechselst du deinen schrankinhalt vielleicht sogar nach winter- und sommerklamotten? oder kannst du dich auch nur schwer von deinen sachen trennen und hortest sie lieber, so wie ich?

ich bin gespannt!

herzliche grüße

die frau s.

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