wer ist mimmi mittwoch?

ihr alle! jede/r leser/in ist mimmi mittwoch. und in einem brief an sie, kann man alles packen, was mal ohne schischi und fotobearbeitung gesagt werden will. möchte noch jemand an mimmi schreiben? kein problem – sie freut sich über post. da bin ich mir sicher!

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liebe mimmi,

lange hast du nix von mir gehört. ich hätte auch nicht gewußt, was ich dir hätte schreiben können. und wenn ich etwas gewußt hätte, hatte ich keine lust.

genau – keinen bock. null. nada. niente. eigentlich schreibe ich gerne, aber manchmal wollen die worte einfach nicht so richtig durch die finger. na, dann eben nicht. genau.

als kind habe ich tagebuch geschrieben. nun, ich hab’s zumindest versucht. ich glaube, ich habe drei oder vier bücher, die ich im alter zwischen 12 und 17 jahren geschrieben habe. beim letzten eintrag war ich dann aber tatsächlich schon über 20. es gibt riesige zeitliche lücken in den büchern, denn konsequent jeden tag etwas eintragen, fiel und fällt mir dann doch schwer. aber immer wieder neu anfangen fand ich super. ein leeres blatt, ganz unberührt. das man mit vielen worten und ideen füllen kann. vielen gedanken, die einem auf der seele liegen.

meine motivation, immer wieder neu anzufangen, war ganz unterschiedlich. das erste mal war ich sehr vom tagebuch der anne frank fasziniert und angetan und dachte, es wäre total notwending, mein leben für die nachwelt festzuhalten. was könnten nachfolgende generationen daraus alles ableiten! jaja… was bloß nur? ein 12jähriges mädel, das liebeskummer hat oder streß mit den eltern. bombastische geschichte! 😉

dann stellte sich aber auch der effekt ein, dass es hilft, seine gedanken aufzuschreiben. man kann sich sortieren, kann dinge durchdenken und abhaken. bekommt den kopf frei.

das ist auch das, was mir beim bloggen gefällt. ab und zu mal dinge aus dem kopf zu bekommen. manchmal aber hat man so viele dinge im kopf, dass sie einen großen knoten bilden und am ende erstmal gar nix raus kommt. geistige verstopfung sozusagen. und beim versuch, sich zu sortieren, kommen dann noch ein paar fragen dazu. eine z.b.: warum schreibe ich meinen blog?

die frage geistert immer wieder mal durch meinen kopf. oder auch ganz öffentlich durch’s netz. man stellt sie auf konferenzen, tagungen, barcamps und was weiß ich, was es noch alles für treffen der blogbewegung gibt. sie wird auch ganz unterschiedlich beantwortet, denn für jeden fällt die antwort wohl anders aus. meine eigene habe ich immer noch nicht richtig gefunden. grundsätzlich schreibe ich eigentlich aus spass an der freude. einen blogpost zu erstellen macht spass. ganz einfach, oder? manchmal aber tauchen da so zweifel auf. inhaltlich haben meine posts ja nicht immer allzu viel zu bieten. sollte da nicht etwas mehr ernsthaftigkeit auftauchen? etwas mehr politisches? oder sozial engagiertes?

ich habe in letzter zeit wieder auf vielen blogs gelesen, dass man sich für eine pause entschuldigt. oder man sich viele gedanken zum mehrwert des blogs macht. oder in einem blog-loch steckt. oder sich vom blog total gestresst fühlt. manchmal denke ich, wir blogger überschätzen uns ein bisschen und nehmen uns zu wichtig. es gibt wichtige blogs. ja – so richtig wichtige. solche, die auf missstände aufmerksam machen. die sich für minderheiten einsetzen. die wirklich wichtige und ernsthafte sachen schreiben. es gibt schließlich mehr in der blogwelt als möbel, diy, rezepte und lifestyle. (ich gebe zu, ich lese davon viel zu wenig!)

während ich das hier so runter tippe, wird mir aber klar – nein. das ist nicht meins für den blog. ich finde es toll und beeindruckend bei anderen. aber ich brauche meinen blog für meinen persönlichen spass. es ist immer noch mein öffentliches tagebuch. meine sammlung der dinge, die mich begeistern. und ich stelle fest, häufig schreibe ich die dinge nur für mich auf. damit ich später mal durch die beiträge blättern kann und sagen kann: ah! ja! genau! so war’s! das hab ich schon gemacht – und das ist passiert.

also werde ich mir weiterhin keine gedanken um den mehrwert für die blogwelt machen. ich muss keinen mehrwert liefern. wer sich, neben mir, noch für mein stinknormales leben interessiert, wird sich bei meinen posts nicht fragen: was will sie damit der blogwelt sagen?? (übrigens glaube ich fest, dass kein dichter sich beim schreiben seiner zeilen jemals gefragt haben, was pubertierende schüler mal in diese texte hineininterpretieren werden.)

ich mache also weiter wie bisher. sammle meine ideen und gedanken und freue mich über kommentare und den ein oder anderen austausch mit der blognachbarschaft. denn das ist es, was beim bloggen auch ganz viel spass macht. das ist mein mehrwert beim bloggen: die anderen blogger. die, die auch ganz stinknormale leben führen und bei denen man sozusagen über den bloggartenzaun schaut.

so – und was will uns der autor mit diesem text jetzt sagen???

keine ahnung. es musste nur mal in die reihe getippt werden. es musste mal raus aus’m kopf. die gedanken mussten sortiert werdern ich musste nur mal wieder einen neuen anfang finden. einen neuen einstieg. ich hatte eine leere seite vor mir und die wollte gefüllt werden. 🙂

herzliche grüße

deine frau s.

 

p.s.: übrigens bin ich immer noch sehr maulig, weil meine bilder bei bloglovin so verschwommen dargestellt werden. hat da jemand vielleicht einen tip??

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